Alternativen
Wer sich unsicher ist, sich ein Tattoo dauerhaft stechen zu lassen, kann es erstmal mit einem Henna-Tattoo versuchen. Gerade für Frauen ist das eine echte Alternative, da es nicht dauerhaft ist. Das hat den großen Vorteil, sich immer wieder mit neuen Motiven schmücken zu können.
Als Henna-Tattoo wird eine ursprünglich aus Indien stammende tätowierungsähnliche Körperbemalung bezeichnet, die in ihren Ursprungsländern Mehndi genannt wird. Hier wird die Haut mit dem pflanzlichen Farbstoff des Henna-Strauches bemalt, der häufig auch als Haarfärbemittel verwandt wird.
Die Henna-Tattoos sind im Gegensatz zu echten Tätowierungen nicht dauerhaft, sondern verblassen innerhalb weniger Wochen, bis sie schließlich rückstandsfrei verschwinden.
Diese Art der Körperbemalung ist gesundheitlich vollkommen unbedenklich, so lange hierfür reines Henna verwandt wird. Da es sich um einen Naturfarbstoff handelt, ist dieser in der Zusammensetzung und Konzentration Schwankungen unterlegen und kann allergische Reaktionen hervorrufen. Es ist ratsam, vor der Verwendung einen Hauttest z.B. in der Armbeuge zu machen. Ist nach 72 Stunden keine Reaktion der Haut zu spüren, kann es verwendet werden.
Der Naturfarbstoff benötigt eine mehrstündige Einwirkzeit und hat stets einen roten bis rotbraunen Farbton. Häufig wird deshalb der Naturfarbstoff mit gesundheitlich bedenklichen Chemikalien versetzt, die einerseits die Färbung dunkler machen und andererseits die erforderliche Einwirkzeit deutlich reduzieren sollen. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Ihnen im Urlaub "schwarzes Henna" angeboten wird. Das gibt es nicht! Diesem wurden Chemikalien beigemischt, die sonst zum Färben von Leder verwendet werden und können schwere Folgen haben.
Auf den Bildern hier sehen die Tattoos aber schwarz aus? Das liegt daran, dass diese Fotos gemacht wurden, als die Henna-Paste noch auf der Haut war, um so das Motiv besser sehen zu können. Henna erzeugt immer nur Farbtöne zwischen orange und dunkelbraun.
Wie lange die Farbe sichtbar bleibt, hängt von vielen Faktoren ab. Je länger die Paste auf der Haut bleibt und einwirken kann, desto kräftiger wird der Effekt. Man sollte einen Zeitraum von 2-12 Stunden einplanen. Auch die Pflege spielt eine große Rolle. Waschen Sie sich nicht mit scharfen Seifen. Chlorwasser, Sonnenöl und Bodylotion tragen dazu bei, dass die Farben schneller verblassen.
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